Jumat, 02 September 2011

Abigail Breslin - Little Miss Sunshine spielt Gitarre

In ihrem neuen Film Janie Jones setzt Abigail Breslin ihre musikalische Karriere gekonnt fort: nach dem legendären Superfreak-Auftritt aus Little Miss Sunshine wird es in diesem Film aber deutlich nachdenklicher.

Ich werde meinen Lebtag nicht die Szene vergessen, in der Abigail Breslin in der Rolle der kleinen Olive auf einem Schönheitswettbewerb gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder einen mehr als nur zweideutigen Tanz zu Superfreak performt. Seit Little Miss Sunshine hat die mittlerweile Fünfzehnjährige aber einen gehörigen Sprung gemacht.

Ihren neuesten Auftritt hat Abigail Breslin nun in dem kleinen Film Janie Jones von David M. Rosenthal. Der Trailer tut dem Film keinen besonders großen Gefallen und auch die zugrundeliegende Story lassen nicht unbedingt auf einen Meilenstein schließen. Eher scheint der Film nicht selten in Kitsch und Klischees abzurutschen. Wer dem Film aber ganz eindeutig Leben einhaucht, ist die junge Hauptdarstellerin.

In Janie Jones muss ein selbstzerstörerischer Rockstar (Alessandro Nivola) plötzlich damit zurecht kommen, dass er Vater einer dreizehnjährigen Tochter ist. Erst will er es überhaupt nicht glauben, doch als ihre Mutter plötzlich ins Krankenhaus muss, bleibt Janie keine andere Chance, als ihre Zeit mit der Band ihres Vaters zu verbringen. Janie Jones kommt am 28. Oktober in die US-Kinos und wird gleichzeitig als Video on Demand veröffentlicht.

Was sagt ihr zum Trailer? Zu klischeehaft? Langweilig? Oder ist zwischendurch auch mal was fürs Herz drin?

Bild zu:  Abigail Breslin als Janie Jones © VVS

Hangover-Star Ed Helms im Remake von Le Mac

Mit Hangover und Hangover 2 wurde Ed Helms einem breiten Publikum bekannt und konnte Sympathien für sich gewinnen. Ob er die durch das Remake des Films Le Mac behält, wird sich zeigen.

Dass ausländische Produktionen gerne einmal für den amerikanischen Markt neuverfilmt werden, ist wirklich keine Neuigkeit. Aktuell sind Verblendung, das Remake der nordeuropäischen Adaption des Romans von Stieg Larsson, und die Neuauflage von Oldboy in den Schlagzeilen. Aber da kommt noch mehr auf uns zu, nämlich die US-Version von Le Mac – Doppelt knallt’s besser, einer französischen Komödie, die in Deutschland erst am 21. April gelaufen ist.

Und zu diesem Remake gibt es eine Nachricht, denn Ed Helms, der Star aus Hangover, wurde verpflichtet. Im von Ben Stiller produzierten Film wird er voraussichtlich die Hauptrolle übernehmen, womit er in die Fußstapfen von José Garcia (Asterix bei den Olympischen Spielen) treten wird. Das Original handelt von einem Banker, der die Identität seines Zwillingsbruders annehmen muss, der sein Geld als Verbrecher und Zuhälter verdient.

Noch ist kein Regisseur bekanntgegeben worden, der das von Johnny Rosenthal geschriebene Drehbuch des Remakes umsetzen soll. Ebensowenig sind der Veröffentlichungstermin und der endgültige Name des Films klar. Aber das werden wir schon noch früh genug erfahren.

Was haltet ihr von der Verpflichtung von Ed Helms für das Remake von Le Mac?

Bild zu:  Ed Helms in Hangover 2 © Warner Bros.

Kamis, 01 September 2011

Fight der Woche - Andersons vs. Andersons

Die Andersons sind keine vergessene Zeichentrickserie von Hanna-Barbera, sondern zwei Teams, bestehend aus verschiedenen Filmschaffenden mit dem Nachnamen Anderson – zumindest im heutigen Fight der Woche.

Andersons gibt es wie Sand am Meer, Betrunkene in Irland, Schweden in Schweden, kurz gesagt: Es gibt ganz schön viele Menschen mit diesem Namen. Und da einer von ihnen, Paul W.S. Anderson, mit Die drei Musketiere in 3D einen neuen Film am Start hat, drängt es sich förmlich auf, ein paar Andersons in den Ring zu schicken. Da wollen wir mal hoffen, dass uns bei den ganzen Andersons nicht ganz anders wird. Ringeldingelding, der Fight der Woche kann beginnen!

Erste Runde: Wes Leid ich bring, des Paul ich brechDa Paul W.S. Anderson der Grund für den Kampf ist, muss er auch Runde eins bestreiten. Sein Kontrahent: Anderson. Wes Anderson. Da grinst sich der Paul W. S. einen ab, hält er den Wes doch für ein Weichei. Da Paul sich nicht die frisch manikürten Fingernägel ruinieren will, pfeift er kurzerhand seine Leib- und Magentussi Milla Jovovich heran, damit die Wes Anderson in Resident Evil -Manier auf die Bretter schickt. Allerdings hat Wes etwas, das Paul W.S. Anderson abgeht: Gefühl. In großen Bildern erzählt er Milla Jovovich die Story von Darjeeling Limited, woraufhin die sich völlig entzückt entschließt, mit Wes Anderson durchzubrennen. Ihr Tattoo an geheimer Stelle muss sie ja auch nur ein ganz kleiner wenig abändern. Völlig verzweifelt und mit gebrochenem Herzen setzt Paul W.S. Anderson sich in eines der Autos aus Death Race und rast gegen eine Mauer.

Zweite Runde: Richard Dean gegen Paul IIDie ersten Andersons sind nicht mehr bzw. nicht mehr da, es müssen also neue her. Für das Anderson Team 1, “The Paul W.S. Fighters” genannt, steigt Richard Dean Anderson alias MacGyver in den Ring, für das Anderson Team 2 mit dem Namen “Wes Wanker” tritt Paul Thomas Anderson, der Regisseur von Magnolia und There Will Be Blood, an. Dass dies ein ungerechtes Duell werden wird, war von vornherein klar, denn Richard Dean Anderson hat eine Büroklammer und ein Gummiband in der Hosentasche. Daraus baut er geschwind eine Maschinenpistole und nietet Paul Thomas Anderson um.

Dritte Runde: X-Rated gegen X-FilesEs musste ja so kommen: Runde drei ist ein Schlammcatch-Wettbewerb, da sich Pamela Anderson angekündigt hat. Die taucht auch auf, bekleidet mit ihrem bekannten Badeanzug aus Baywatch. Für die “Wes Wanker” tritt Dana Scully, äh, Gillian Anderson an. Das könnte ein extrem hotter Kampf werden, allerdings kommt Gillian Anderson nicht im sexy Ringer-Outfit, sondern im biederen FBI-Anzug. Ein Schlag für die Erotik in diesem Sport, aber ein Sieg für die Seriosität. Der Gong ertönt, das Duell kann beginnen. Leider ist Pam im Baywatch-Modus, das heißt, sie läuft in Zeitlupe. Für Gillian Anderson ist es damit ein Leichtes, die Doppel-D-Ikone zu verdreschen. Links, rechts, auf die Frontpartie – Pamela Anderson muss ordentlich einstecken. Doch dann begeht Gillian Anderson einen großen Fehler: Sie schlägt auf Pams Brust! Ein Implantat platzt und der Rückstoß katapultiert Gilian Anderson aus der Are na. Damit gewinnt Anderson Team 1 den Fight der Woche!

Oder ist dieser Unsinn noch unsinniger, weil ein Unsinns-Team unsinnigerweise gewonnen hat? Und was macht eigentlich Angry Anderson derzeit? Fragen über Fragen. Aber zumindest könnt ihr bestimmen, welches Anderson Team den Fight der Woche gewinnen sollte!

Bild zu:  Die Andersons werden gewinnen! © moviepilot

Making of: Fast & Furious Five

Der Film wirkt nicht nur auf der Leinwand gefährlich: Auch die Dreharbeiten waren alles andere als harmlos, was euch der folgende Clip beweist!

Wir schreiben das Jahr 2001, als der erste Fast & Furious Teil (genannt: The Fast and the Furious) den Qualm durchdrehender Reifen und heulender Motoren auf die Kinoleinwand zauberte. Der Film ließ, obwohl er von den Kritikern eher unterdurchschnittlich bewertet wurde, eine fast vergessene Genre wieder aufleben und zog zahlreiche Nachahmungen mit sich. 10 Jahre später kommt der fünfte Teil in die Kinos, der Publikum und Kritiker erneut spaltet. Doch eines ist sicher: So explosiv und effektgeladen wie Fast & Furious Five war noch kein Teil zuvor. Auch weil sich zu dem aus der Filmreihe bereits bekannten Vin Diesel auch Muskelpaket Dwayne Johnson dazu gesellt und ihm das Leben so richtig zur Hölle macht.

Dennoch fällt es einem manchmal schwer zu glauben, dass sich in Zeiten moderner Computereffekte und Bluescreen manche Stunts dennoch fast genauso waghalsig abgespielt haben, wie sie im Film schlussendlich zu sehen sind. Ich halte es zumindest eher für unwahrscheinlich, dass John McClane (gespielt von Bruce Willis) in Stirb Langsam 4.0 tatsächlich auf einem abstürzenden Jet balancierte oder Tobey Maguire als Spider-Man mit seinen dünnen Fädchen durch die Großstadtmetropole schwang.

Dass es so manche Dreharbeiten aber immer noch in sich haben, beweist unser Video des Tages. Darin gibt selbst der Regisseur von Fast & Furious Five zu, dass es bei dem Stunt mit dem rollenden Container einige unvorhersehbare Faktoren gab und dieser tatsächlich in eine Bank voller Leute rollte. Zudem gibt es noch ein paar spektakuläre Verfolgungsjagden und Actionszenen zwischen Vin Diesel und Dwayne Johnson zu bestaunen.

Was haltet ihr von dem Making of? Wisst ihr vielleicht auch von Dreharbeiten, die lebensgefährlich waren? Wie immer seid ihr herzlich eingeladen Kommentare zu dem Thema zu hinterlassen.

Bild zu:  Making of: Fast & Furious Five

Steven Soderbergh tauscht Regiestuhl gegen Staffelei

Erfolg macht nicht glücklich, aber vielleicht die Kunst. Das denkt sich wohl Steven Soderbergh, der trotz anhaltenden Erfolgs als Filmemacher nun Hollywood den Rücken kehren und Maler werden will.

Hollywood dreht eine Fortsetzung nach der anderen, aber Steven Soderbergh plant keinen weiteren Film seiner Ocean’s Reihe. Stattdessen will er sich aus dem Filmgeschäft vollkommen zurückziehen und sich einer anderen Kunst widmen: der Malerei. Das nötige Kleingeld hat er in den letzten Jahren sicherlich verdient und so wird er nicht als mittelloser Künstler enden. Aber falls doch alles schief geht, die Inspiration ausbleibt oder ihm seine Bilder irgendwann zu statisch werden, hält er eine Rückkehr auf den Regiestuhl nicht für ausgeschlossen. “Sollte ich mein Leben als Maler nicht auf die Reihe kriegen, werde ich der erste sein, der zurück kommt und einen neuen ‘Ocean’s’-Film macht.“ (Der Standard)

Ob sein Rückzug wohl etwas damit zu tun hat, dass George Clooney seine Hauptrolle in Solo für O.N.K.E.L. abgesagt hat? Eigentlich sollten die Dreharbeiten schon im kommenden Februar beginnen, doch nun sieht es eher danach aus, als würde das Projekt gar nicht realisiert werden. Das bedeutet aber trotzdem keine vorzeitige Pensionierung für Steven Soderbergh. Jetzt ist er erstmal in Venedig, um seinen Action-Thriller Contagion mit Matt Damon, Kate Winslet und Jude Law auf dem Festival zu präsentieren. Und dann ist da noch das Stripper-Drama Magic Mike, sozusagen eine filmische Biographie von Channing Tatum und seinem Leben vor dem Hollywood Durchbruch. Der vorerst letzte Film von Steven Soderbergh wird voraussichtlich Liberace mit Matt Damon und Michael Douglas sein.

Ja, das könnte das freiwillige Ende der Filmkarriere von Steven Soderbergh werden, die mit dem unabhängig produzierten Streifen Sex, Lügen und Video begann, für den er mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnet wurde. Auch einen Oscar gab es später noch, und zwar für seinen Film Traffic – Die Macht des Kartells. In den letzten Jahren hat er mit Ocean’s Eleven und den beiden Fortsetzungen vor allem gutes Unterhaltungskino geschaffen. Vielleicht lebt Steven Soderbergh ja nach dem Motto „aufhören, wenn’s am schönsten ist“, denn filmtechnisch gibt es wohl keinen Grund, warum er an dieser Stelle seinen Regiestuhl abgeben sollte.

Was denkt ihr über den Ausstieg von Steven Soderbergh aus dem Filmgeschäft?

Bild zu:  Steven Soderbergh am Set von Ocean's Thirteen © Warner Bros.

Charismatischer George Clooney in Venedig gefeiert

Gestern wurde das Filmfestival Venedig zum zweiten Mal von George Clooney eröffnet. Bereits vor drei Jahren präsentierte er mit Burn After Reading den Eröffnungsfilm, dieses Jahr hat The Ides of March das Festival eingeleitet.

The Ides of March, zu deutsch “Die Iden des März”, spielt auf den Mord Cäsars durch seinen Zögling Brutus an. Und so spielt auch der Film von George Clooney, für den er das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und selbst vor der Kamera gestanden hat, in der Politik. Doch es ist nicht der demokratische Präsidentschaftskandidat Morris (George Clooney selbst), der im Mittelpunkt der Geschichte steht, sondern sein junger Pressechef Stephen Meyers, gespielt von Ryan Gosling. Der muss sich im Laufe des Films entscheiden, ob er seinen Idealen treu bleiben, oder den nicht immer moralisch integeren Weg des Erfolgs beschreiten will.

Das Publikum feierte nicht nur George Clooney selbst, dessen Auftritt auf dem roten Teppich natürlich einen fulminanter Auftakt für das 68. Filmfestival Venedig darstellte, sondern auch sein viertes Regiewerk The Ides of March. „Einen gelungeneren und im besten Sinn moderneren Auftakt hätte es kaum geben können”, schreibt Anke Westphal für die Berliner Zeitung. George Clooneys Film führe über bisherige Politdramen hinaus, so die Kritikerin, “indem er das Getriebe des politischen Betriebs auf eine Art freilegt, die faktisch und dabei doch so universell ist, dass es Leute wie Bill Clinton nachhaltig irritieren dürfte. (...) Die kalte Pragmatik, mit der die Figuren ihre Zwecke superorganisiert verfolgen, lässt einen als Zuschauer atem- und fassungslos.” Auch Peter Zander (Die Welt) sieht in The Ides of March eine gekonnte Darstellung politischer Vorgänge: “Politische Inszenierungen und Machtmechanismen werden so in einf ache, aber bleibende Bilder gebrannt.” Auch sei es “eine Lust”, George Clooney dabei zu beobachten, “wie er als Regisseur immer besser, immer stilsicherer” werde.

Voll des Lobes waren die Kritiker auch für die Schauspieler. Christoph Huber (Die Presse) beschreibt The Ides of March als „durchwegs gut gespielt (insbesondere von Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti als Wahlkampfleiter in gegnerischen Lagern) und kompetent inszeniert“. Für Frédéric Jaeger von critic.de ist es aber gerade das Schauspiel von Hautpdarsteller Ryan Gosling, das die Defizite des Regisseurs offenbart: „Es ist ein Glück für Clooney, dass er für seinen Film Gosling verpflichten konnte. Doch an seinem Spiel, das gerne Ambivalenzen auslotet, das Zerbrechliche und das Naive mit dem Arroganten und dem Verzweifelten verbindet, lässt sich auch recht deutlich ablesen, was dem Regisseur Clooney im Vergleich zu anderen fehlt.“ George Clooney geriere sich mehr denn je als Message-Filmer, so der Filmkritiker weiter. Die Figuren blieben „reine Vektoren, die eine Storyentwicklung bedingen, aber kaum über sie hinausweisen, außer eben auf die Messag e.“

Dennoch kommt Günter H. Jekubzik auf seinem Blog zu dem positiven Schluss: „Wäre dieses Filmfestival ein politisches Wettrennen, die Gegner hätten durch den Auftakt von George Clooney eine schmerzliche Niederlage erlitten und würden in den Meinungsumfragen weit hinten liegen.“

Das klingt doch viel versprechend. Vielleicht hat George Clooney ja Chancen auf eine der Venedig-Trophäen. Mein persönlicher Schluss aus der Vielzahl an Kritiken ist, dass es sich bei The Ides of March um einen gut gespielten und durchaus spannenden Film handelt, der (unmoralische) Machenschaften in der Politik zwar gekonnt aufzeigt, teilweise aber in seiner Analyse zu sehr an der Oberfläche bleibt. Ab dem 22.Dezember 2011 könnt ihr euch übrigens selbst ein Bild machen, dann dann kommt der Polit-Thriller in unsere Kinos.

Wie stehen eurer Meinung nach die Chancen von The Ides of March beim Festival?

Bild zu:  In The Ides of March kandidiert George Clooney als Präsident der USA © TOBIS